Vis (lateinisch, italienisch und deutsch Lissa, griechisch Issa) ist eine kroatische  Insel in der Adria. Vis ist 90,3 km² groß (Länge 17 km, Breite bis 8 km). Vis liegt rund 60 km vom Festland entfernt und hat ca. 3500 Einwohner. Die größten Ortschaften sind Vis und Komiža. Gemeinsam mit ihrer kleineren Nebeninsel Biševo  ist sie die am weitesten von der Küste des dalmatinischen  Festlands entfernt liegende bewohnte Insel. Ein rund 18 km breiter Meeresarm trennt sie von Hvar, der nächsten Insel im Osten. Die höchste Erhebung ist der Berg Hum (587 m) nahe dem Ort Komiža. In der Mitte der Insel befindet sich ein natürliches Flachland, das früher für einen Militärflughafen genutzt wurde, heute werden die Flächen für den Weinanbau verwendet.

Im Altertum gründeten die Griechen  auf Vis die Kolonie Issa, die heutige Stadt Vis. Unter österreichisch-ungarischer Herrschaft zu Zeiten des Kronlandes Dalmatien wurde der italienische Name der Insel, Lissa, verwendet. Bei Vis/Lissa haben im Laufe der Jahrhunderte mehrere Marinegefechte stattgefunden, zuletzt die Seeschlacht von Lissa im Jahr 1866. Durch die strategisch günstige Lage war Vis immer für das Militär interessant. Bis zum Zusammenbruch des Vielvölkerstaates Jugoslawien war die Insel militärisches Sperrgebiet und für Ausländer nicht zugänglich. Erst 1995 wurde die Insel wieder nach außen geöffnet, so dass der Tourismus erst sehr spät Einzug halten konnte. Die Bewohner leben neben dem Tourismus überwiegend von Weinanbau und Fischfang.

(QUELLE: WIKIPEDIA)